Wahl 2014
zuletzt geändert: 18. 4. 2017
Es geht um Wartenberg

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 

Wartenberg steht vor großen kommunalpolitischen Herausforderungen.
Die folgenden 10 Thesen sollen aufzeigen, wo die FWG akuten Handlungsbedarf sieht, aber auch, welche Visionen für die Zukunft möglich sind. Ziel ist es, unser liebens-  und lebenswertes Wartenberg zu erhalten, das sich auf seine historischen Wurzeln besinnt, aber auch die Zukunft im Auge behält.
Ein Hauptaugenmerk wird darauf zu legen sein, die Bedeutung Wartenbergs als Kleinzentrum zu erhalten und seinen in den letzten Jahrzehnten erarbeiteten Ruf als kulturelles, wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum im Norden des Landkreises auszubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es, die politischen Kräfte nicht zu polarisieren, sondern zu bündeln und fair zusammenzuarbeiten.
Wir laden alle ein, die guten Willens sind, uns hierbei zu unterstützen, denn nur zusammen können wir das Bestmögliche für Wartenberg erreichen. 

Wartenberg, im Januar 2009                           

Manfred Ranft                              Walter Gebhart jun.

Mediothek 

Die Mediothek, im früheren Rathaus untergebracht, war von Anfang an ein Erfolgsmodell. Sie wurde von der Bevölkerung angenommen und bereits im ersten Jahr mit einem Preis bedacht.

Als öffentliche Bibliothek erfüllt sie verschiedene Aufgaben:

  • Sie unterstützt die notwendigen Anstrengungen zur Verbesserung der Lesefähigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Bibliotheken sind elementare Impulsgeber für die Entwicklung der Lesefreude.
  • Sie unterstützt die Kulturarbeit in der Gemeinde.
  • Sie schafft Chancengleichheit für alle Bürger im Zugang zu Informationen, Medien und Bildung.
    (aus „Eichstätter Erklärung“ vom 26.11.2003)
     

Die Mediothek ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den Wirtschaftsstandort Wartenberg. Sie zieht  Nutzer aus der Umgebung  nach Wartenberg, die dann ihren weiteren Bedarf in Wartenberg decken.

Die Mediothek wird weiterhin in ihrer Entwicklung gefördert durch eine gesunde finanzielle Ausstattung und die Unterstützung und Förderung der Mitarbeiter. Seit Mai 2008 wird Wartenbergs öffentliche Leihbücherei wieder von Frau Gabi Vogel geleitet und von ihrem qualifizierten Team betreut.
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Feuerwehr

Die Feuerwehr ist die wichtigste Einrichtung im Ort. Die Zeiten, da sie hauptsächlich zur Brandbekämpfung zur Verfügung stand, sind längst Vergangenheit. Mittlerweile ist die Feuerwehr ein umfassender Dienstleister für die Sicherheit der Bevölkerung. Technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Unwettern und sonstigen Katastrophen, sowie die First-Responder-Einsätze kennzeichnen das moderne Leistungsspektrum der Feuerwehr. Dies alles geschieht ehrenamtlich! Es gilt, die Feuerwehr in ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu stärken und die Mitglieder zu motivieren.

Die technische Ausrüstung wurde in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Anschaffung von neuen Fahrzeugen aktualisiert und modernisiert. Ein neues Mannschaftsfahrzeug wird gerade beschafft. Damit ist die technische Ausstattung vorerst komplett.

Der dadurch entstandene Raumbedarf wird durch den Ausbau in zwei Stufen gedeckt. Die alte Fahrzeughalle wurde zu klein. Im Bauabschnitt 1, der neuen Fahrzeughalle, stehen nunmehr Stellplätze für die neuen großen Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Die Einsatzkleidung, bisher in der Fahrzeughalle aufbewahrt, wird im 2. Bauabschnitt – der Rohbau konnte noch zum Ende 2008 fertig gestellt werden - in separaten Umkleideräumen untergebracht. Hier sind sie vor den Abgasen der Einsatzfahrzeuge geschützt. Die neuen Sanitäranlagen sind nunmehr zeitgemäß und ausreichend. Die Einsatzzentrale findet künftig hier ihren ablauftechnisch richtigen Platz. Hierzu gehören auch die Stellplätze für die Feuerwehrler auf dem neu zu errichtenden Parkplatz südlich dieses Gebäudes. Sie werden einen reibungslosen und störungsfreien Einsatz ermöglichen. Im Ober- und Dachgeschoss ist reichlich Platz für Schulungen und auch für die Jugendfeuerwehr gibt es dann einen vernünftigen Platz.


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Wittelsbacher Jagdhaus 

Das Wittelsbacher Jagdhaus (ehemaliges Schulhaus) ist eines der letzten Zeugnisse der großen Geschichte Wartenbergs. Es gilt, dieses Haus mit einer vernünftigen Nutzung für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und für die Nachwelt zu erhalten. Eine bedeutende Künstlerin, Christiane Horn, hat in diesem Haus gelebt und gearbeitet und in dieser Zeit eine Reihe von Aufsehen erregenden Kunstwerken geschaffen. Ihr Andenken ist zu bewahren.

Eine Bürgerbefragung hat ergeben, dass das Haus weder verkauft noch abgerissen, sondern dem Verein Wittelsbacher Jagdhaus übergeben werden soll. Strittig ist seit Jahren allerdings der rechtliche Rahmen. Während bei der Bürgerbefragung entgegen dem Vorschlag der damaligen Bürgerinitiative von einem „Erbpachtvertrag“ die Rede war, muss der Verein aus steuerlichen Gründen auf einem normalen Pachtvertrag bestehen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Haus von der Gemeinde selbst saniert wird. Der Verein Wittelsbacher Jagdhaus Wartenberg e.V. kann dann als Förderverein tätig werden.

Im November 2008 hat das beauftragte Architekturbüro Rieger eine Kostenermittlung zur Instandsetzung des Gebäudes vorgelegt – die Kosten werden sich voraussichtlich für die Grundsanierung auf ca. 1 Million EURO belaufen. Hinzugerechnet werden die Kosten für den Innenausbau und die Einrichtung. Ein Finanzierungsplan sieht vor, die zu erwartenden, nach Abzug der Zuschüsse verbleibenden etwa 900 Tausend EURO auf die Jahre bis 2012/2013 zu verteilen. Bereits beschlossen ist die Antragstellung bei der Städtebauförderung, hier sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Sanierungskosten möglich. In seiner letzten Sitzung im Dezember 2008 hat der Marktrat beschlossen, dass ein Ausschuss, dem Vertreter aus allen Fraktionen angehören, sich als nächstes damit beschäftigen wird, ein Nutzungskonzept zu erstellen. Mit Frau Dr. Heike Schmidt-Kronseder steht eine engagierte Kunstwissenschaftlerin zur Verfügung, die bereit ist, dort interessante Ausstellungen und Anderes zu organisieren.

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Flächennutzungsplan und Baupolitik

Der Flächennutzungsplan ist das zentrale Steuerungsinstrument für die städtebauliche Entwicklung der Gemeinde. Er stellt die verschiedenen Arten der Bodennutzung, wie sie sich aus den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde ergeben, in den Grundzügen dar.

Der gültige Flächennutzungsplan ist inzwischen über 20 Jahre alt. Gerade wurde die 14. Änderung beschlossen. Daraus lässt sich absehen, dass eine Neuplanung unausweichlich ist.

Es gilt, Flächen für den Wohnungsbau zu identifizieren, wobei hier der erste Schwerpunkt auf einem Einheimischenmodell ruhen muss, nachdem das Baugebiet Zustorfer Straße offensichtlich unter diesen Gegebenheiten nicht verwirklicht werden kann. Der Bedarf für ein Baugebiet im Einheimischenmodell ist auf Grund der Anmeldungen  erwiesen. Jetzt gilt es eine geeignete Alternativfläche zu finden.

Hauptaugenmerk muss auf eine Hochwasserfreilegung der Strogen zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt gelegt werden, denn dadurch werden sich südlich der Pesenlerner Straße sowie südlich und nördlich der Aufhamer Straße Bebauungsmöglichkeiten ergeben. Auch eine Bebaubarkeit der Flächen zwischen Eichenstraße und Erdinger Straße ist zu prüfen.

Der Volksfestplatz soll Veranstaltungsort bleiben und, wenn möglich, von der Gemeinde erworben werden.

Die Alm kann nach Erwerb des Restgrundes durch die Gemeinde zum Naherholungsgebiet ausgebaut werden.
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Erziehung und Bildung

"Die Zukunft der Kinder liegt in den Händen von uns allen", sagt ein Sprichwort. Man kann den Satz auch umdrehen und wird feststellen, dass unsere eigene Zukunft – besonders im Alter – vom Wohl der Kinder hier und heute abhängt.

Für ein gesundes, unbelastetes Aufwachsen der Kinder benötigen diese zuerst die elterliche Liebe, Fürsorge und soziale Sicherheit. Daneben können wir alle, besonders auch die politisch Verantwortlichen, zum Wohl der Kinder beitragen.

Wichtig sind die Schaffung und der Ausbau von Betreuungsangeboten, die der kindlichen Entwicklung und der Entlastung der Eltern dienen.

Beratungsangebote sollten vor Ort erfolgen. Denkbar wäre neben der Erziehungs- und Mütterberatung in der Kreisstadt ein eigenes Angebot durch Kooperation mit Nachbargemeinden.

Die Gemeinde als Sachaufwandsträger von Grund- und Hauptschule muss sich auch engagieren, um dem Lehrkräftemangel in den Schulen entgegenzuwirken.

Verstärkte Werteerziehung und Angebote zu sozialem Lernen können Fehlentwicklungen wie übersteigertes Konsumverhalten und dadurch bedingter Überschuldung vorbeugen.

Die Erziehung zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien stellt eine Prävention gegen Medienmissbrauch dar.

Die Einrichtung von Ganztagesschulen ermöglicht es, den Heranwachsenden mit gezielter praxisbezogener Förderung bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Gezielt sind die Vereine zu unterstützen, die sich verstärkt der Jugendarbeit widmen, da dieses Angebot wichtig ist, um Jugendliche zu sinnvoller Freizeitbeschäftigung hinzuführen. 

Ein zentrales Anliegen ist es, in der Hauptschule einen M-Zug zu installieren und in Wartenberg eine Realschule zu bekommen. Wir können uns dem Trend der Wirtschaft, immer höherwertige Ausbildungen für ihre Auszubildenden zu fordern, nicht entziehen. Gerade der M-Zug schafft hier die Möglichkeit, auch in der Hauptschule die Mittlere Reife zu erlangen und so die Voraussetzungen zum Erhalt des gewünschten Ausbildungsplatzes zu verbessern. Die Einführung der sechsstufigen Realschule hat die Chancen für „Spätzünder“ auf einen Realschulabschluss stark eingeschränkt.

Nachdem die Herzog-Tassilo-Realschule in Erding mit ca.1.200 Schülern aus allen Nähten platzt, erscheint es uns nicht unangemessen für Wartenberg als den zentralen Ort im nördlichen Landkreis eine Realschule zu fordern. Natürlich wird Wartenberg allein keine ganze Schule füllen können. Aber nachdem so viele Schüler aus allen Himmelsrichtungen nach Erding gefahren werden, wäre es kein großer Unterschied, wenn man einige aus der näheren Umgebung nach Wartenberg umleiten würde. Nach allen Prognosen wird das Flughafenumland mit oder ohne 3. Start- und Landebahn weiter wachsen. Die Strategie des Landkreises, alle Schüler in eine Schule zu pferchen und auf den Rückgang der Schülerzahlen zu warten, wird deshalb nicht aufgehen. Abgesehen davon, dass es für die jetzigen Schüler zu teilweise unzumutbaren Bedingungen führt.
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Gewerbe

Das Gewerbe ist in zweifacher Hinsicht wichtig für Wartenberg. Es schafft zum einen Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung sowie Ausbildungsplätze für unsere Jugend und zum anderen stellt es über das Gewerbesteueraufkommen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Finanzierung der gemeindlichen Aufgaben dar.

Das bedeutet, Gewerbe ist für ein intaktes Verhältnis zwischen Wohnen und Arbeiten unverzichtbar. Daraus ergibt sich, dass das Gewerbe durch die Gemeinde zu fördern ist. Die Gemeinde muss sich als verlässlicher Partner für das Gewerbe erweisen. Dazu gehört auch, dass Gewerbegebiete nicht nachträglich durch unüberlegte Planung  eingeschränkt werden.      

Entsprechende Strategien für Gewerbeansiedlungen werden wir entwickeln.
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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hat neben der Einkommenssicherung für den Unternehmer und der Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln auch die Pflege unserer Kulturlandschaft zur Aufgabe.

Nach einer wirtschaftlich sehr schwierigen Phase, die durch Überangebot und Tierseuchen gekennzeichnet war, scheint es in diesem Bereich wirtschaftlich wieder aufwärts zu gehen. Auslöser dieser Entwicklung ist der Trend zur Bioenergie. Die Kommunalpolitik hat die Aufgabe, diese Entwicklung zu fördern und zu begleiten.

Darüber hinaus muss es unser Bestreben sein, Betriebe, die nicht mehr weitergeführt werden oder deren Nachfolger ein anderes Gewerbe auf der Hofstelle ausüben möchten, aktiv zu unterstützen und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.

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Ortsbild

Das Ortsbild Wartenbergs wird geprägt durch die Lage am Rande des tertiären Hügellandes. Von Westen her kommend fällt der Blick über viel Grün auf den Nikolaiberg mit der Kapelle und die daran anschließenden Höhenzüge des Weise-Bergs, des Herz-Jesu-Bergs und des Spatzenbergs. Ein insgesamt erfreulicher Anblick. Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass im Laufe der Zeit in einzelnen Bereichen Nachbesserungen notwendig werden. So gehören Bänke gerichtet, Wege in ordnungsgemäßen Zustand versetzt und ganz allgemein ist ein bisschen aufzuräumen.

Für den Bauhof muss, nachdem der Straßen- und Wasserzweckverband aufgelöst ist, ein neues Konzept gefunden werden.

Das Anstaltwäldchen in der Fichtenstraße wurde im Herbst 2006 fast vollständig gerodet. Auslöser war starker Käferbefall. Aber den Ausschlag, den Wald komplett abzuholzen, gab die Tatsache, dass der Bestand tatsächlich zum großen Teil ausgewachsen war und sich im nördlichen Teil des Waldes die Bäume so nahe an den Häusern befanden, dass das Risiko bestand, dass bei Sturm Bäume umgerissen und auf die Häuser fallen würden. Es ist unbedingt notwendig, diese Fläche innerhalb kürzester Zeit als Mischwald wieder aufzuforsten.

Der Friedhof ist ein Ort der Ruhe und Besinnung mitten in Wartenberg. Es ist darauf zu achten, dass er zu jeder Jahreszeit gepflegt aussieht. Dazu gehört auch, die Hecken regelmäßig zu schneiden und im Winter die Wege und Treppen von Eis und Schnee freizuhalten.
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Infrastruktur

Eine vernünftige Infrastruktur ist wichtig, um die Gemeinde einerseits attraktiv für die Umgebung zu machen und andererseits sie so zu gestalten, dass sie lebenswert bleibt.

Eine zentrale Forderung der Städtebauförderung war es, den Marktplatz autofrei zu machen. Dies ist bisher nicht gelungen. Die für Parkdecks in Frage kommende Fläche wurde für das wichtigere Ziel verwendet, ein Seniorenwohn- und -pflegeheim zu erhalten. Trotzdem darf das Ziel des autofreien Marktplatzes nicht aus den Augen verloren werden. Es würde neben der Gestaltung auch Raum geben für eine interessantere Nutzung z.B. durch gastronomische Angebote. Es müssen in unmittelbarer Umgebung alternative Parkplätze angeboten werden. Eine Verrechnung mit bestehenden Parkmöglichkeiten kommt nicht in Frage, da die vorhandenen Kapazitäten in Spitzenzeiten schon an die Grenze stoßen. Innerorts stehen keine geeigneten Flächen mehr zur Verfügung. Deshalb ist über unkonventionelle Lösungen nachzudenken.

Das Gewerbegebiet Thenn ist über die ED 2 hervorragend erschlossen. Vollzogen werden muss noch die seit langen im Gemeinderat vor sich her geschobene Sperrung der Ortsdurchfahrt Thenn für den Schwerlastverkehr.

Das Gewerbegebiet Aufham ist über die Zustorfer Straße erschlossen, die an der Schule vorbeiführt und nun auf Tempo 30 begrenzt wurde. Die Aufhamer Straße eignet sich wegen der Brücke mit geringer Tragkraft nicht für die Erschließung.

Das Misch- und Gewerbegebiet Kleinfeld wiederum ist von der einen Seite her über die Matthias-Stuhlberger-Straße erschlossen, die am Kindergarten vorbeiführt. Dieses Aufkommen an Schwerverkehr ist im Bereich von Kindergärten oder Schulen nicht zu akzeptieren. Dabei könnten beide Gewerbegebiete hervorragend gemeinsam durch eine Verlängerung der Pfarrer-Rotter-Straße an die Thenner Straße angebunden werden.

Eine weitere Infrastrukturmaßnahme stellt die schon seit Jahrzehnten diskutierte Umgehung Wartenbergs von Osten her dar. Vergleicht man unsere Situation mit der anderer Orte, wie z.B. Taufkirchen, so kommt man zu dem Ergebnis, dass die Prioritäten dort, wo die wirklich notwendige Ortsumgehung an der Verweigerung der Finanzierung immer wieder scheitert, höher sein müssten als bei uns.  Allerdings könnte die Bayerische Staatsregierung, die unbedingt eine dritte Start- und Landebahn für den Flughafen München haben möchte, uns die Zustimmung durch Ausbau der Infrastruktur mit einer Anbindung an den Flughafen von Osten her abzukaufen versuchen.  Eine Zustimmung der FW für die 3. Bahn wäre jedoch nie erreichbar - selbst wenn die Ortsumgehung in Gold gebaut würde. Sollte also tatsächlich so eine Anbindung zustande kommen, so wäre eine Trasse zu bevorzugen, die möglichst weit auf bestehenden Straßen geführt werden kann und dann auf den ebenfalls auszubauenden Autobahnzubringer bei Langenpreising trifft.

Wartenberg ist seit einigen Jahren an das Erdgasnetz angeschlossen. Erdgas ist aber nicht nur für die Gebäudeheizung ein umweltfreundlicher Energieträger. Im Kraftfahrzeug spart es mehr als die Hälfte der Energiekosten im Vergleich zum Benziner. Alle namhaften Autohersteller, die in Wartenberg und Umgebung mit Händlern vertreten sind, bieten erdgasbetriebene Fahrzeuge an. Ein Handicap ist die Tankstellendichte. So gibt es bundesweit erst 730 Erdgastankstellen. Die für uns nächstgelegenen sind Erding und Landshut, während es in Wartenberg und Umgebung drei konventionelle Tankstellen gibt. Für ein Kleinzentrum wie Wartenberg ist es erstrebenswert, eine Erdgastankstelle zu haben. Neben der Ersparnis bei den Treibstoffkosten fallen 25 % weniger Kohlendioxid im Vergleich zum Benziner an und Rußpartikel wie beim Diesel treten praktisch überhaupt nicht auf. Es schont also nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
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3. Start- und Landebahn

Die bisherigen zwei Start- und Landebahnen sind für das Flugaufkommen der Region ausreichend. Die dritte Start- und Landebahn dient dazu, den Flughafen zum Drehkreuz für Europa zu machen. Bis auf den zusätzlichen Lärm hat unsere Bevölkerung nichts davon, wenn von anderen Flughäfen der Luftverkehr zu uns gezogen wird.

Die 3. Start- und Landebahn verursacht voraussichtlich eine unerträgliche Lärmbelastung für Wartenberg und führt durch die höhere Zahl der Flugbewegungen zur weiteren Luftverschmutzung.  Lungenfachärzte berichten bereits von einem signifikanten Anstieg der Lungen- und Bronchialerkrankungen bei uns in der Region seit Eröffnung des Flughafens. Wir sollten uns bewusst machen, dass sich das, was man schon lange auf den Oberseiten der Äpfel in unserer Region feststellen kann, nämlich einen zähen, dunklen Belag, der nur mit der Wurzelbürste zu entfernen ist, auch in unseren Bronchien abspielt.

Es war richtig, den Widerstand schon frühzeitig zur Einleitung des Raumordnungsverfahrens zu organisieren. Aussagen aus der Staatskanzlei deuten darauf hin, dass die Botschaft dort angekommen ist. Wir dürfen uns unseren Protest nun aber weder mit Geld noch mit längst überfälligen Infrastrukturmaßnahmen abkaufen lassen.

Seit 11. November 2008 läuft das Erörterungsverfahren zu den etwa 60-Tausend Einwendungen im Ballhausforum in Unterschleißheim (Ausführliches lesen Sie unter 3. Startbahn). Ein ganz wichtiger Termin ist der 12. Januar 2009. An diesem Tag beginnen die Anhörungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger – dann haben Sie das Wort! Ich bitte alle Wartenberger eindringlich, daran teilzunehmen! Es ist wichtig, der Regierung zu zeigen, dass wir gewichtige Argumente gegen den Ausbauwahn des Flughafens haben!
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Zusammenfassung

Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft, einige der Aufgaben, die sich in der Vergangenheit aufgestaut haben, konnten gelöst werden. Zu nennen sind hier die Mediothek, das Wittelsbacher Jagdhaus und die Feuerwehr. Aber auch die Erneuerung des  Flächennutzungsplans verträgt keinen weiteren Aufschub mehr, denn gerade durch dieses zentrale Steuerungselement wird die Richtung bestimmt, in die sich die Gemeinde entwickeln soll.

Gemeinwohl entsteht nicht durch Verwaltung, obwohl diese selbstverständlich aus unserem öffentlichen Leben nicht wegzudenken ist. Die Politik hat die Aufgabe, die Verwaltung effizient und am Bürger orientiert zu gestalten. Darüber hinaus hat sie aber auch die Aufgabe, durch Kreativität und Engagement die Entwicklung des Ortes im Sinne seiner Bewohner voranzubringen. Dazu gehört es, so unterschiedliche Zielsetzungen wie die Förderung der Kultur, des Gewerbes und der Landwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren, aber insbesondere auch die Interessen unserer Familien, Kinder und Jugendlichen mit Nachdruck zu vertreten und zu fördern.

Nach dem positiven Abschluss des Raumordnungsverfahrens gilt es nun, im Erörterungsverfahren mit vereinten Kräften dem Bau der 3. Start- und Landebahn entgegenzutreten! Sie stellt den größten derzeit vorstellbaren Angriff auf unsere Lebensqualität dar, indem sie uns mit noch mehr Lärm und Dreck überzieht und damit nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch noch die aller nachfolgenden Generationen gefährdet.

Kommen Sie also zu den Terminen ab dem 12. Januar 2009 ins Ballhausforum in Unterschleißheim – es könnten die wichtigsten Urlaubstage ihres Lebens, insbesondere im Hinblick auf die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel, sein!
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FREIE WÄHLER Wartenberg